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Volumetrics - ausführliche Informationen

 

Volumetrics

Volumetrics beschreibt eine Ernährungsweise mit Nahrungsmitteln niedriger Energiedichte. Der Begriff „Volumetrics“ stammt von der amerikanischen Ernährungsforscherin Prof. Barbara Rolls (Penn State University) und steht für Mahlzeiten mit großem Volumen aber niedriger Kalorienanzahl. In Deutschland ist der Begriff durch den Ernährungs-Ratgeber Satt und schlank mit der Volumetrics-Diät und zahlreiche Medienberichte bekannt geworden. Eigentlich ist Volumetrics im populären Sinn keine Diät (Reduktionskost) wohl aber im ursprünglichen Wortsinn: Als diaita bezeichneten die Griechen eine besonders gesunde Lebensweise.


Prinzip:

Die US-Wissenschaftlerin Rolls fand in Labor-Versuchen heraus, dass die Menge (damit das Volumen) des Essens für die Sättigung einer Person entscheidend ist und nicht der Kaloriengehalt von Speisen. Wer bevorzugt Nahrungsmittel mit geringer Kaloriendichte (Kilokalorien pro Gramm, kcal/g) verzehrt, könne so die Gesamtzahl der konsumierten Kalorien senken. Somit eigne sich Volumetrics um Übergewicht abzubauen und zu verhindern, kann Rolls anhand mehrerer Studien belegen. Auch deutsche Ernährungsexperten wenden das Prinzip „Essen mit reduzierter Energiedichte“ zur Prävention und Behandlung von Übergewicht und Diabetes an.[1]


Berechnung:

Die Volumetrics-Werte (Energiedichte) von Nährstoffen, Nahrungsmitteln und Speisen variieren sehr stark:

  • Fett hat eine Energiedichte von 9 kcal/g

  • Alkohol liegt bei 7 kcal/g

  • Eiweiß und Kohlenhydrate (wie etwa Zucker) haben etwa 4 kcal/g


Wasser besitzt dagegen keinen Brennwert – neueste Forschungen von Dr. Michael Boschmann vom Universitätsklinikum Charité in Berlin zeigen sogar, dass Wassertrinken zu einem erhöhten Energieverbrauch des Körpers führen kann und damit jedem Liter Wasser somit etwa 100 negative Kalorien zugerechnet werden können.

Dies führt dazu, dass ein hoher Wasseranteil in Nahrungsmitteln zwangsläufig eine niedrige Energiedichte zur Folge hat. Meist geht das mit einem geringen Fettanteil einher (etwa bei Gemüse, Obstkuchen, gekochte Nudeln). Nahrungsmittel mit hoher Energiedichte (Speck, Schokolade, Sahnetorte) beinhalten dagegen viel Fett und Zucker, aber wenig Wasser. So ist ein hoher Wasseranteil meist ein zuverlässiger Gradmesser für eine Speise mit hoher Sättigungswirkung aber relativ wenig Kalorien.

Nach Ansicht der Wissenschaftler sollte die Kaloriendichte einer ausgewogenen Ernährung im Mittel bei etwa 1,25 kcal /g liegen. Tatsächlich sind aber Werte von 1,6 kcal in England und 1,8 kcal in den USA gemessen worden. Vor allem Softdrinks, Fertiggerichte und Fastfood-Speisen weisen meist stark überhöhte Energiedichten auf (siehe unten). Dauer-Verzehr solcher Kalorienbomben führt automatisch zu einem erhöhten Energieeintrag und letztlich Übergewicht.


Ernährungspraxis:

Wer sich volumetrisch ernährt, trinkt viel Wasser, Tee oder kalorienfreie Getränke. Statt Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil minderwertiger Fette (Wurst, Käse, Butter) sollen vermehrt Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Fisch und hochwertige Pflanzenöle (Raps, Olivenöl) in die Ernährung eingebaut werden. So steigt der Anteil gesunder, frischer Nahrungsmittel, die den Körper mit reichlich Vitaminen und Ballaststoffen versorgen. Insgesamt entsprechen die Volumetrics-Empfehlungen denen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, DGE. Die DGE hat in ihren neuesten Empfehlungen ebenfalls auf die Bedeutung der Energiedichte für einen gesunden Speiseplan hingewiesen.


Typische Volumetrics-Werte einiger Nahrungsmittel und Speisen[2]:

  • Grüner Salat: 0,1 kcal/g

  • Tomate: 0,2 kcal/g

  • Cola: 0,4 kcal/g

  • Apfel: 0,4-0,6 kcal/g

  • Kartoffeln gekocht: 0,9-1,1 kcal/g

  • Pommes frites: 3,0 kcal/g

  • Salami: 3,6 kcal/g

  • Parmesan: 4,4 Kcal/g

  • Pizza mit Schinken 4,5 kcal/g

  • Big Mäc: 5 kcal/g

  • Schokolade: 5,2 kcal

  • Butter 7,4 kcal/g


Literatur und Quellen:

  • B. Rolls, A. Drewnowski, J. H. Ledikwe: Changing the energy density of the diet as a strategy for weight management. Journal of the American Dietetic Association, 105, 2005, S. 98-S. 103xx.

  • Martin Kunz: „Satt und schlank mit der Volumetrics-Diät“, GU-Verlag 2005, ISBN 3-77426693-X.

  • Focus 31/2005, S. 68 ff.

  • Stern 40/2006, S. 64ff.

  • Bild Gesundheit 6/2005, S. 54 ff.

  • Ökotest 2/2007, S. 30.

  • Prof. Dr. Volker Schusdziarra: Adipositas – Moderne Konzepte für ein Langzeitproblem. Uni-Med-Verlag, 2000, S. 60ff ISBN 3-89599-738-2.

  • M. Boschmann, J. Steiniger, U. Hille, J. Tank, F. Adams, A. M. Sharma, S. Klaus, F. C. Luft, J. Jordan: Water-induced Thermogenesis."" J Clin Endocrinol Metab. 2003, 88/12, S. 6015-6019.


Einzelnachweise:

  • Klinikum rechts der Isar, München und DGE: Evidenzbasierte Leitlinie, Prävention und Therapie der Adipositas

  • „Satt und schlank mit der Volumetrics-Diät“, GU-Verlag 2005


Weblinks:

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23.08.2019, 08:13:00