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| Gesundheit fängt mit unserer Verdauung an! |
ein Mitglied |
20.04.2007, 14:38:08 |
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Ökosystem Darm
Unser Darm bildet eine wichtige Schutzbarriere gegen Infektionen und dient uns daher als Imunorgan. Über Darmprobleme spricht man aber nicht so gern, das Thema wird häufig tabuisiert. Das hat allerdings fatale Folgen für unseren Körper. Verstopfung, Blähungen, Entzündungen u. ä. können auftreten. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen kann hier Abhilfe schaffen. Zu den Ballaststoffen gehören auch Prebiotika. Ein Prebiotikum ist ein unverdaulicher Nahrungsbestandteil, der sich günstig auf den' Wirt ' auswirkt, indem er das Wachstum und/ oder die Aktivität einer begrenzten Anzahl von Bakterien im Dickdarm ausgesucht stimuliert und so die Gesundheit des ' Wirts ' verbessert. Diese Ballaststoffe sind unverdaulich, da sie von menschlichen Enzymen nicht gespalten werden können. Sie agieren im Dickdarm und fördern das Wachstum der positiven Bakterien und erhalten eine gesunde Darmflora. Zu den Prebiotika gehören Inulin und Oligofruktose.
Die Mikroorganismen im Darm übernehmen eine Vielzahl biologischer Funktionen und bilden Schutzbarrieren gegen krankmachende Erreger und Darmgifte. Sie wirken darmregulierend bauen unverdauliche Nahrungsbestandteile ab und tragen so zur besseren Nahrungsaufnahme bei. Stimmulieren das Immunsystem Halten die Immunabwehr aufrecht bilden Vitamine und Substanzen, die dem Wachstum der Darmzellen dienen
Der Darm hat eine Länge von ca. 7 Metern und stellt das längste Organ im Körper dar. Er hat durch seine ' Verzottelung ' eine Oberfläche von ca 400 qm. Im Laufe unseres Lebens verarbeitet unser Darm einen Berg von 30 Tonnen Nahrung und einen See von 50 000 Liter Flüssigkeit und muß Gifte, Säuren und Laugen widerstehen.
Unsere Darmflora ist ein komplexes Ökosystem. Bei einer gesunden Darmflora halten sich gesunde Bakterien und krankmachende Keime die Waage. Dieses Gleichgewicht kann durch unausgewogene Ernährung, Entzündungen, Stress und Antibiotika empfindlich gestört werden. Inulin und Oligofruktose besitzen eine regulierende Wirkung und arbeiten diesen Störungen entgegen. Sie stimulieren das Wachstum der guten Bakterien.
Inulin und Oligofruktose sind in vielen Obst und Gemüsesorten enthalten und dienen als Energiespeicher.( Knoblauch, Artischocken, Weizen, Hafer, Zichorienwurzel, Lauch, Schwarzwurzel...) Sie können nicht durch menschliche Verdauungsenzyme gespalten werden, sie sind diabetikergeeignet, weil sie den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen lassen und zu keiner Zuckeraufnahme führen. Sie erhöhen die Biomasse und erreichen eine bessere Darmbewegung sowie eine Erhöhung von Stuhlgewicht und -häufigkeit. In den Supermärkten finden sich immer häufiger Produkte im Kühlregal, die diese Ballaststoffe in sich haben. Sie werden sehr häufig als Sattmacher bezeichnet, und dienen dem allgemeinen Wohlbefinden. Einfach mal auf's Kleingedruckte schauen! LG Silke
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| Re:Gesundheit fängt mit unserer Verdauung an! |
ein Mitglied |
16.02.2008, 15:36:03 |
Liebe Silke, es ist ja alles spannend mit dem Darm. Aber im Moment ist er mir nur peinlich. Ich sollte mich als Biogasanlage registrieren lassen. LG Reisfrosch |
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| Re:Gesundheit fängt mit unserer Verdauung an! |
ein Mitglied |
16.02.2008, 20:13:20 |
Hallo Silke,
das ist ja Wahnsinn, was so ein Darm für eine Arbeit leisten muss. Da hat man so ein Dings im Körper, über das man nie nachdenkt, ausser wenn es nicht richtig funktioniert. Danke für den interessanten Bericht, jetzt kann ich mir etwas besser vorstellen, wie die Verdauung funktioniert.
Jetzt weiß ich auch, woher in meinen "schlechten Zeiten" vor Aiqum meine Probleme gekommen sind - ich hab zu unregelmäßig und zu ungesund gegessen. Dadurch hatte ich ständig entweder Verstopfung oder Bauchgrummeln und Durchfall. Ich hatte gedacht, dass sei reine Nervensache, über Bakterien habe ich nie nachgedacht.
Am Anfang meiner Zeit hier habe ich durch die Ernährungsumstellung auch eine "Biogasanlage" gehabt, aber nach ca. 2 Wochen hatte ich keine Probleme mehr. Ich hätte nie gedacht, dass die gesunde Ernährung sich so schnell vorteilhaft auswirkt. Ich werde zukünftig zusätzlich auch nach inulinhaltigen Lebensmitteln Ausschau halten. Danke für den Tipp! 
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