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| Fatburner - Essen Sie sich schlank in 14 Tagen! |
AIQUM |
04.05.2007, 00:42:57 |
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Stellungnahme der DGE
Hormone - Glukagon - Insulin - glykämischer Index - Enzyme - Tee
„Fatburner heißt die Wunderwaffe, die die Pfunde purzeln lässt“, „essen Sie sich schlank und fröhlich in 14 Tagen“, „schlank werden im Schlaf“ - derartig vollmundig werben eine ganze Reihe von Diät-Ratgebern für ihr Konzept. Gibt man bei einer Online-Buchhandlung den Begriff „Fatburner“ in die Suchmaschine ein, erhält man immerhin 42 Ratgebertitel genannt. Dabei wird unter dem Begriff Fatburner (= Fettverbrenner) alles verstanden, was dem Körperfett im weitesten Sinne zu Leibe rücken kann: Ernährungsratgeber, Diät-Bücher, aber auch Anleitungen für den optimalen Sport-Trainingsaufbau. Was ist dran an den Versprechen? Die DGE nimmt hier die Ernährungsratschläge näher unter die Lupe. Angesichts der Fülle der propagierten Ratschläge von Apfelessig bis Hydroxyzimtsäure, von Pu-Erh-Tee bis Zink musste jedoch eine Auswahl getroffen werden. Hier soll lediglich zu den wichtigsten Aussagen Stellung genommen werden.
Hormone
„Stress hilft gegen den Bauchspeck“ (7) oder „Adrenalin mobilisiert die Glycogenreserven in der Leber und steigert die Lipolyse“ (2) wird festgestellt. Altbekannter Fakt ist, dass die Catecholamine Noradrenalin und Adrenalin auf biochemischer Ebene die Fettsäurenabgabe durch das Fettgewebe steigern (9). Ähnlich wie die Catecholamine wirken das adrenocorticotrope Hormon (ACTH), das Thyreoid stimulierende Hormon (TSH), das Wachstumshormon (STH) sowie Glukagon. Sie alle werden in den verschiedenen Ratgebern als Fatburner angepriesen. Eine exponierte Stellung erhält in den Fatburner-Ratgebern das Wachstumshormon. „Dem Wachstumshormon haben wir zu verdanken, dass wir im Schlaf abnehmen“ (1). „Seit Mitte der 90iger Jahre ist bekannt, dass Übergewichtige in vielen Fällen unter einem Mangel an fettzehrendem Wachstumshormon leiden“ (1). Fakt ist, dass in der Literatur die Rede davon ist, dass Kinder mit Wachstumshormonmangel häufig übergewichtig sind (10). Ebenso ist eine Hypothyreose als Ursache einer sekundären Adipositas bekannt (10). Doch dies sind Erkrankungen, die von Ärzten mit entsprechenden Hormongaben behandelt werden.
Welche physiologische Bedeutung das Wachstumshormon nach Abschluss des Längenwachstums hat, ist noch nicht umfassend untersucht. Bekannt ist, dass mit zunehmendem Lebensalter die spontane STH-Sekretion abnimmt. In höherem Lebensalter und auch bei STH-Mangel sind die Proteinsynthese, die fettfreie Körpermasse (lean body mass) und die Knochenmasse reduziert und die Fettmasse gesteigert (10). Bei Übergewicht ist die Sekretion von Wachstumshormon eingeschränkt. Nach Gewichtsabnahme wird wieder mehr Wachstumshormon freigesetzt, so dass die verminderte STH-Produktion bei Übergewicht als Folge und nicht als Ursache der Fettgewebsvermehrung anzusehen ist. In den Ratgebern wird suggeriert, dass über die Ernährungsweise die Sekretion des Wachstumshormons angeregt werden kann: „Das Wachstumshormon benötigt Eiweiß. Wenn nicht genügend Eiweiß mit der Nahrung zugeführt wird, kann das Wachstumshormon nicht arbeiten.“ (7) „Speziell die Aminosäuren Lysin und Arginin regen das Wachstumshormon an.“ (4) Es werden eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Geflügel, Käse und Tofu empfohlen (3), kombiniert mit Zitrusfrüchten, „saurem Obst“ oder Vitamin C, damit das „Eiweiß im Magen besser vorverdaut und im Darm besser verwertet werden kann“.
Die Fakten, die gegen diese Argumentation sprechen:
Bei der üblichen deutschen Ernährungsweise kommt Eiweißmangel nicht vor. Die Zufuhr von Protein übersteigt in allen Altersgruppen und bei beiden Geschlechtern seit viele Jahren deutlich die empfohlenen Werte (11). Lysin- und Argininhaltige Lebens mittel sind Milch und Milchprodukte, Eier und Geflügel. Es werden jedoch mehr oder weniger alle eiweißreichen Lebenmittel in den verschiedensten Ratgebern erwähnt. Der Nutzen einer erhöhten Zufuhr von Arginin und Lysin ist unbewiesen (12). Auch die Schilddrüsenhormone sollen alimentär aktiviert werden. „Damit die Schilddrüse „fett fressende“ Hormone bilden kann, benötigt sie an erster Stelle Jod“ (4). Tatsächlich ist Jod an der Bildung von Schilddrüsenhormonen beteiligt. Ein Jodmangel äußert sich jedoch bevorzugt in Form eines Jodmangel-Strumas, dem altbekannten „Kropf“ (10), und nur bei extremen Jodmangel als Hypothyreose (10). Gegen die Empfehlung jodreiche Lebensmittel zu verzehren ist aus ernährungsphysiologischer Sicht nichts einzuwenden. Eine Besserung einer hypothyreosebedingten Adipositas ist dadurch allerdings nicht zu erwarten. Sie gehört in ärztliche Behandlung.
Glukagon, Insulin und glykämischer Index
„Glukagon macht schlank (4)“, „Der Super-Fatburner Glukagon (5)“, „Das Dickmacherhormon Insulin (5)“, „Solange Insulin im Blut schwimmt, können fettabbauende Enzyme und das Fastenhormon Glukagon ihre Wirkung nicht entfalten (6)“ - jeder der gesichteten Ratgeber geht mehr oder weniger intensiv auf dieses Thema ein (1-8). Einige Autoren stellen darüber hinaus den glykämischen Index (GI) in den Mittelpunkt ihrer Fatburner-Ratgeber (4-6). Der glykämische Index wird dort umgewandelt in eine so genannte „GLYX-Diät“.
Der glykämische Index spielt seit einigen Jahren in der diätetischen Behandlung von Typ-1-Diabetikern eine Rolle. Mit dem GI wird die Wirksamkeit eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutglukosespiegel beschrieben. Der GI von Glucose wurde mit 100 festgesetzt, für Spagetti wird u. a. ein GI von 65 angegeben, für Äpfel u. a. 35. „Richtig und durch experimentelle und epidemiologische Studien bewiesen ist, dass schnell resorbierbare Kohlenhydrate zu einem insgesamt höheren Blutzucker- und -insulinanstieg führen, was bei überkalorischer Ernährung die Fettsynthese und Ablagerung vorrangig im Bauchbereich (Stammfettsucht) fördert. Da die Blutzuckerwirksamkeit jedoch von zahlreichen anderen Faktoren mitbestimmt wird, wie etwa dem Flüssigkeitsgehalt der Nahrung, der Temperatur sowie dem Fett- und Ballaststoffgehalt einer Mahlzeit, ist die Beurteilung des glykämischen Index als alleiniger Faktor der Gewichtsreduktion unsinnig“ (13).
Enzyme
Papain, Chymopapain, Lysozym und Lipase aus der Papaya, das Enzym Bromelain aus der Ananas sowie Kiwi-Enzyme werden in einigen Ratgebern als Fatburner empfohlen: „Die Papayaenzyme (…) regen die Fettverdauung enorm an und sorgen so dafür, dass Fett abgebaut wird“ (2). „Bromelain ist ein Verdauungsenzym, das Eiweiß spaltet. Die Wirkung von Bromelain ist so stark, dass Menschen, die auf Ananasplantagen arbeiten, Schutzkleidung tragen müssen. Sonst käme es durch den ständigen Kontakt mit dem aggressiven Enzym zu Hautschäden“ (3). Der Gedanke, dass Enzyme aus Obst als "bdquo;Fettkiller“ eingesetzt werden können, stammt ursprünglich aus der so genannten "„Hollywood-Diät“.
Dem ist jedoch einiges entgegenzusetzen:
Enzyme sind Eiweiße, die bereits im Magen gespalten werden. Sie kommen also in den seltensten Fällen intakt im Körper an. Sie können deshalb nicht in der beschriebenen Form wirken. Etwas, was auf die Haut aggressiv wirkt, kann sich im Körper komplett anders verhalten. In diesem Fall kann man nur sagen: Glücklicherweise wird das Enzym im Magen denaturiert und kann somit dem Körper nicht schaden! Eiweißspaltende Enzyme wie z. B. Bromelain sind für eine Gewichtsreduktion nicht geeignet, weil - einmal angenommen sie könnten wider Erwarten die Magenpassage überstehen - im güns tigsten Fall eine Unterstützung der Eiweißverdauung im Dünndarm angenommen werden kann. Hiervon ist jedoch keine Wirkung auf die Fettverbrennung oder eine Gewichtsreduktion zu erwarten. Immerhin haben etliche der Autoren von Fatburner-Ratgebern dies auch erkannt (1, 7). Sie nehmen mittlerweile von dieser Theorie Abstand: „Enzyme helfen nicht, Fett im Körper abzubauen!“ (7). In anderen Ratgebern ist diese Theorie überhaupt nicht mehr erwähnt.
Tee
„Schlank werden mit Lapachotee“ (3), „den besonderen Pepp bekommt Mate durch sein Koffein“ (3), „Pu-Erh-Tee ist wie kein anderer ein Feind unnützen und schädlichen Körperfettes“, schrieb der berühmte Arzt und Pharmazeut Zhao Xuemin (1719-1821) (2), so lauten die Anpreisungen der verschiedenen Teesorten. Auch grüner Tee wird empfohlen, wobei immerhin eine neuere wissenschaftliche Studie als Begründung herangezogen wird (8): An 10 gesunden Erwachsenen sei die Fähigkeit „Radikale zu neutralisieren“ nachgewiesen worden. Bei den Probanden, die die höhere Teemenge aufgenommen hatten, sei im Blut eine gesteigerte Aktivität von Antioxidanzien nachgewiesen worden. Abgesehen davon, dass mit einer solch kleinen Studie keinerlei gesicherter Nachweis für irgendeine Wirkung geführt werden kann, bleibt in der Argumentation offen, wie Antioxidanzien das Gewicht zum Schmelzen bringen können.
Warum sollen die verschiedenen Teesorten als Fatburner geeignet sein? Als Gründe werden die verschiedensten Inhaltsstoffe jeder Teesorte von Koffein über Vitamin C, B-Vitamine, Mineralstoffe, Gerbsäuren, Bitterstoffe, Flavonoide bis hin zu Saponinen herangezogen. Die Inhaltsstoffe (besonders Koffein) sollen das sympathische Nervensystem aktivieren und Speicherfett mobilisieren, sprich die Lipolyse ankurbeln. Von Koffein ist jedoch nur eine geringe Wirkung auf das Körpergewicht zu erwarten. Vielmehr kommt es bei den Mengen, die für eine Wirkung auf das Körpergewicht benötigt würden, dosisabhängig zu unerwünschten Wirkungen wie Schwitzen, Unruhe oder eine Beschleunigung des Puls (12).
Weitere Nährstoffe, die zur Gewichtsabnahme führen sollen, sind in der Tabelle aufgeführt. Auf Grund der Fülle der in den Ratgebern genannten Nährstoffe können hier nur einige wichtige, exemplarische Beispiele gezeigt werden.
Bewertung
Übergewicht ist eine chronische Erkrankung, für die genetische Faktoren und eine familiäre Disposition von Bedeutung sind, wenngleich ein moderner Lebensstil mit Bewegungsmangel und falscher Ernährung zunehmend zur Entstehung einer Adipositas beitragen. Betroffene müssen ein lebenslanges Gewichtsmanagement anstreben. Auf die genetischen Ursachen gehen die Ratgeber nicht ein, sondern sie suggerieren, dass eine sog. Crash-Diät das Gewicht senken kann. Crash-Diäten sind jedoch für die Gewichtsabnahme ungeeignet, weil das Körpergewicht nach der Diät wieder in die Hohe geht und ein sog. Jo-Jo-Effekt zu befurchten ist.
Eine erfolgreiche Behandlung von Übergewicht sollte nach den im Jahr 2003 von der Deutschen Adipositasgesellschaft, der Deutschen Diabetes-Gesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung herausgegebenen Leitlinien auf drei Säulen ruhen:
- Ernährungsumstellung (Anmerkung Thomas: AIQUM-Ernährungspläne), - Bewegungssteigerung (Anmerkung Thomas: AIQUM-Trainingspläne) - und Verhaltensänderung (14) (Anmerkung Thomas: AIQUM-Verhaltenstraining)
Über mehr Bewegung und evtl. sportliche Aktivitäten kann der Energieverbrauch langfristig erhöht werden. Eine Verhaltensänderung soll auf die Ernährungsgewohnheiten wie z. B. Geschwindigkeit des Essens (langsam essen statt schlingen), Überessen aus Langeweile oder Stress etc. abzielen. Viele der analysierten Ratgeber lassen die letzt genannten Gesichtspunkte völlig außer acht. Einige streifen immerhin kurz den Aspekt Bewegung.
Die Ernährungsratgeber zum Thema „Fatburner“ betrachten in ihrer theoretischen Begründung überwiegend die biochemische Ebene des Stoffwechsels und versuchen, dies in praktische Lebensmittelratschlage umzusetzen. Deshalb sind Ratschlage wie "Stress hilft gegen Bauchspeck" völlig ungeeignet, denn viele Übergewichtige reagieren auf Stress mit vermehrtem Essen, vorzugsweise mit Süßigkeiten oder fettem Essen (Schokolade). Auch punktuelle Ratschlage wie "HGH-Rezepte" oder "Grüntee-Drinks" helfen nicht gegen Übergewicht. Nur eine Diät, die auf längere Sicht eingehalten werden kann wie z. B. eine fettmoderate, stärkebetonte und ballaststoffreiche Kost, die cirka 500 bis 800 Kalorien pro Tag unter dem tatsachlichen Verbrauch liegt, kann auf Dauer das Körpergewicht senken.
Zusammenfassung der Nährstoffe, die zur Gewichtsabnahme führen sollen Auf Grund der Fülle der in den Ratgebern genannten Nährstoffen können hier nur einige wichtige, exemplarische Beispiele gezeigt werden.
Literatur:
Braak van H. Fatburner. Heyne Verlag 2000 Frangenberg U. Fatburner . Schlank werden beim Essen. Südwest Verlag 2000 Frangenberg U. Fatburner. 7. Aufl. Südwest Verlag 2002 Knophius H. Fatburner. Gräfe und Unzer Verlag 2002 Grillparzer M. Fatburner - so einfach schmilzt das Fett weg. Gräfe und Unzer Verlag 1999 Grillparzer M. Glyx-Diät - Abnehmen mit Glücks-Gefühl. Gräfe und Unzer Verlag 2003 Lamy J, Zacker C. Fatburner . Nahrungsmittel zum Abnehmen. Midena Verlag Augsburg 1998 Shreeve C. Fatburner - Essen Sie sich schlank in 14 Tagen. Egmont Verlagsgesellschaft Köln 2002 Löffler G. et al. Physiologische Chemie. 2.Aufl. Springer Verlag 1979 Alexander K. et al. (Hrsg.) Thiemes Innere Medizin (TIM). Georg Thieme Verlag Stuttgart 1999 Deutsche Gesellschaft für Ernährung (Hrsg.) Ernährungsbericht 2000. Druckerei Henrich Frankfurt 2000 Hauner H. Fatburner - lassen Fett schmelzen? Vortrag auf dem DGE- Journalistenseminar 28..29.01.2003 Laube H. Glyx-Fallen . Diäten mit glykämischen Index. Vortrag auf dem DGE Journalistenseminar 28..29.01.2003 Adipositas-Leitlinien 2003, http://www.awmf.de/, Abruf vom 29.09.2003 DGE-Beratungs-Standard "Taurin in der Sporternährung" 2001 Ellrott T et al. L-Carnitin als Supplement wahrend einer 12-wöchigen Formula-Diät führt nicht zu einer Verbesserung der Körperzusammensetzung bei stark Adipösen. Akt Ern Med 27 (2002) 329 Schek A. Ernährungslehre kompakt. Umschau Zeitschriftenverlag. 1. Aufl. 1998 Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung, Schweizerische Vereinigung für Ernährung (Hrsg.) D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. 1. Aufl. Umschau/Braus 2000 Stellungnahme der DGE: Einfluss der Intensivnutzung von Boden auf den Nährstoffgehalt von Lebensmitteln. DGE-Info 11 (1999)
http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=410
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| Re:Fatburner - Essen Sie sich schlank in 14 Tagen! |
ein Mitglied |
04.05.2007, 08:08:31 |
WOW! Danke für den Artikel.
Das bestätigt mir mal wieder dass ich damals den richtigen Instinkt hatte, als ich sämtliche Ernährungsratgeber in eine Kiste gepackt habe und sie nach und nach bei Tauschtickt in Krimis umwandle  Besonders gut sind mir die Bücher von Klaus Oberbeil in Erinnerung "Abnehmen durch Biostoffe" heißt eins seiner Werke. Er reitet auf diesem Wachstumshormon herum und um seine Empfehlungen einzuhalten brauchte man einen Taschencomputer und einen persönlichen Diätassistenten . Na ja, das Gute ist dann aber doch dass man durch seine Bücher weg von Fertigprodukten und Junk-Food kommt. Das waren die letzten "Diätbücher" die in mein Regal geraten sind...
bis bald Renate |
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| Re:Fatburner - Essen Sie sich schlank in 14 Tagen! |
ein Mitglied |
04.05.2007, 15:20:08 |
Buchstabensuppe lecker, aber schwer verdaulich 
Toller Beitrag der mal mit diesen ganzen "Crash -Diäten" aufräumt. Wer jetzt noch nicht von FDM überzeugt ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen...
LG
Heiko |
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| Re:Fatburner - Essen Sie sich schlank in 14 Tagen! |
ein Mitglied |
04.05.2007, 16:49:08 |
Danke Thomas
für den ausführlichen Bericht. Ich musste beim Lesen an eine frühere Kollegin denken, die einen unheimlichen Bohei um Ihren Stinke-Tee (Puuh..) gemacht hat. Ausserdem hat sie jeden Tag mit bewunderungswürdiger Todesverachtung ihre Apfelessig/Wasser Mischung getrunken. Manchmal versetzt der Glaube Berge...
Da bin ich doch lieber als mein eigener Gewichtsmanager tätig.
LG an alle Managerkollegen/innen Miki |
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| Re:Fatburner - Essen Sie sich schlank in 14 Tagen! |
ein Mitglied |
05.05.2007, 08:31:14 |
Ist schon wirklich irre, was da alles propagiert wird zum Abnehmen. Ich kenn selbst auch diverse Abnehmbücher....habe auch alle entsorgt....
Was mich daran immer genervt hat, war die Ausschließlichkeit, NUR wenn man das und das macht, kann man WIRKLICH abnehmen....wenn man nicht abnimmt, ist man selbst schuld und hat was falsch gemacht.... Ich möchte den sehen, der Tag für Tag Papayas, Mangos usw isst...das wird erstens irgendwann langweilig und zweitens gehts ganz schön auf den Geldbeutel.... |
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| Re:Fatburner - Essen Sie sich schlank in 14 Tagen! |
ein Mitglied |
05.05.2007, 09:22:32 |
| abnehmen auf AIQUM Ich möchte den sehen, der Tag für Tag Papayas, Mangos usw isst...das wird erstens irgendwann langweilig und zweitens gehts ganz schön auf den Geldbeutel....
...und drittens passt das auch überhaupt nicht in unsere Gegend und zu unserem Wetter. Ich denke ganz oft dass um uns herum schon das wächst, was uns in den hiesigen Breiten gut tut. Alles andere ist lecker und eine schöne Abwechslung, sicher auch in Maßen gesund, aber eben nur als Beigabe nicht als Haupternährung.
Eins der Bücher aus meiner Rohkostzeit (die ist mir nur sehr kurz gelungen ) gefällt mir immer noch sehr gut. Allerdings nicht als ausschließliche Ernährung sondern als gute Rezeptideensammlung für Salate und Getreidegerichte. Besonders die Rezepte für die leichte Umstellung auf Rohkost, gefallen mir sehr sehr gut. Die Autorin bemüht sich um Rezepte für heimische Gemüse und Obstsorten...na ja vielleicht bis in den Mittelmeerraum... und vor allem Rezepte mit frischen Wildkräutern, die man hier finden und sammeln kann.
bis bald Renate |
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| Re:Fatburner - Essen Sie sich schlank in 14 Tagen! |
ein Mitglied |
05.05.2007, 10:26:42 |
Puuuuh - wirklich ein schwerwiegender Artikel!
Ich hab so ziemlich alles, was da angesprochen wurde, schon mal ausprobiert und auch geglaubt. Und ich denke, das ist auch das Problem mit der ganzen Sache. Je wissenschaftlicher sie rüberkommt, desto mehr denkt man, dass man dem vertrauen kann, was da erzählt wird. Auf lückenhafte Beweisführung und dergleichen achtet man dann kaum noch. Erst der Frust am Ende stoppt einen und läßt die nächste Ideologie zum Zuge kommen. Ich erlebe es auch immer wieder in meinem Umfeld. Da heißt es dann: "Das ist doch wissenschaftlich erwiesen! Das muss doch klappen!" Dabei ist es nichts anderes als Geldschneiderei. 
Diese ganzen Artikel und Augenwischereien sind schließlich auch für Leute gedacht, die mit sich sehr unzufrieden, vielleicht auch depressiv und in einer angreifbaren Position sind. Auf einen mit sich selbst zufriedenen Menschen wirken diese Informationen völlig anders. Ist man aber erst mal in diesem Wahn gefangen, unbedingt abnehmen zu müssen, dann greift man nach jedem Strohalm, der einem gereicht wird. Und wenn man sich dann an sogenannte "wissenschaftliche" Studien hält, hat man das Gefühl auch noch besonders vernünftig zu handeln. Ich kann es niemandem verdenken, wenn er darauf hereinfällt. Vielmehr ärgere ich mich über die Leute, die solche Artikel, Broschüren, Bücher etc. so schreiben, als wäre das die einzig wahre Methode, sein Körpergewicht zu reduzieren. 
Danke für diesen Artikel! Ich werd ihn mir ausdrucken und ein paar Leuten zeigen.
lg moby dick
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| Re:Fatburner - Essen Sie sich schlank in 14 Tagen! |
AIQUM |
05.05.2007, 11:36:26 |
Schön, dass dieser Artikel so einige Erkenntisse nachsich zieht!
Als Tipp: immer hinterfragen, wer oder was hinter irgendwelchen Aussagen steckt und danach entscheiden, ob man dieser Aussage Glauben schenken möchte!
Wir arbeiten z.B. nach der DGE-Norm (Deutsche Gesellschaft für Ernährung), die die wichtigste Ernährungsinstitution im gesamten deutschsprachigen Raum darstellt und nach deren Prinzipien an den Unis und Diätassistenten-Schulen gelehrt wird. Es ist ein e.V. (eingetragener Verein), also nicht mit der Zielsetzung, Geld zu verdienen, sondern der Allgemeinheit zu dienen.
Wenn jemand nun etwas anderes behauptet, als es die DGE tut, sofort nachschauen, ob auch diese Person einer Institution, einem e.V. zuzuordnen ist - zu 99,9% wird dies nicht der Fall sein, dafür hat diese Person aber meist Bücher geschrieben oder DVDs veröffentlicht, an deren Erlös sie selbst beteiligt ist - womit ihre widersprüchlichen Thesen einen Sinn erhalten (nämlich, sich die eigene Kasse aufzufüllen, denn mit den Weisheiten der aktuellen Lehrmeinung kann man ja nicht, bzw. nur bedingt Geld verdienen! ) |
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| Re:Fatburner - Essen Sie sich schlank in 14 Tagen! |
ein Mitglied |
05.05.2007, 20:00:40 |
| Zitat: ...und drittens passt das auch überhaupt nicht in unsere Gegend und zu unserem Wetter. Ich denke ganz oft dass um uns herum schon das wächst, was uns in den hiesigen Breiten gut tut. Alles andere ist lecker und eine schöne Abwechslung, sicher auch in Maßen gesund, aber eben nur als Beigabe nicht als Haupternährung.
Liebe Renate Genau das denke ich auch. Wir sind ja nicht zufällig in einer bestimmten Region geboren. Wenn jemand in einem Gebiet aufwächst, wo es von Papayas etc. nur so wimmelt, dann ist das für denjenigen auch in Ordnung. Es kann nicht sein, daß man nur gesund sein kann, wenn man diese oder jenige Produkte konsumiert.
Ich denke auch, daß unser saisonales Angebot uns alles bietet, was wir brauchen. Im Winter eher deftiges Essen, Eintöpfe mit Wirsind, Kohl, etc. und im Frühling, wo wir unsere Kräfte und Säfte wieder aufwachen lassen müssen, da kommt dann beispielsweise der Bärlauch wieder zum Vorschein...also haben wir auch keinen Mangel an exotischen Nahrungsmitteln.
Zitat: Wenn jemand nun etwas anderes behauptet, als es die DGE tut, sofort nachschauen, ob auch diese Person einer Institution, einem e.V. zuzuordnen ist - zu 99,9% wird dies nicht der Fall sein, dafür hat diese Person aber meist Bücher geschrieben oder DVDs veröffentlicht, an deren Erlös sie selbst beteiligt ist - womit ihre widersprüchlichen Thesen einen Sinn erhalten (nämlich, sich die eigene Kasse aufzufüllen, denn mit den Weisheiten der aktuellen Lehrmeinung kann man ja nicht, bzw. nur bedingt Geld verdienen!
Hallo Thomas dem stimme ich weitgehendst zu, habe jedoch mehrfach selbst sehr schlechte Erfahrungen gemacht mit der DGE. Hatte einigen mail-Kontakt mit Herrn Pudel, da ging es um die Stoffwechselveränderungen, die nunmal da sind bei langjährig Bulimie-Betroffenen und auch um Menschen, die gegen Vollkorn allergisch sind. Das negierte er konsequent, Bulimie war für ihn eine "Spinnerei" (meine Beschreibung, denn ich fühlte mich nicht ernst genommen) und Alllergien gegen Vollkorn ignorierte er vollkommen, ständig riet er mir zu Vollkorngetreide, Vollkornprodukten in jeder Form)...so jemanden kann ich nicht mehr ernst nehmen und stelle ihn nur in Zweifel, wenn ich was von ihm lese. Leider gibt es auch bei diesem "Verein" Leute, die nur auf ihren Profit aus sind, und Behauptungen aufstellen, die fragwürdig sind, nur damit ihr Einkommen stimmt, egal, was das für Leute bedeutet, die den Behauptungen Glauben schenken, aber das findet man leider überall. |
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| Re:Fatburner - Essen Sie sich schlank in 14 Tagen! |
AIQUM |
06.05.2007, 01:40:54 |
Hallo Lilly,
DGE ist nicht Prof. Pudel, er ist nur ein Vize - ähm, unser Marcus hält auch nicht die größten Stücke auf diesen verehrten Herrn, dies nur so unter uns! 
LG, Thomas |
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| Re:Fatburner - Essen Sie sich schlank in 14 Tagen! |
ein Mitglied |
06.05.2007, 16:28:06 |
Na, das nenne ich doch mal einen Beitrag! Vielen Dank, Thomas. Wie einige Andere (oder soagr die Meisten) habe natürlich auch ich so ziemlich alles geglaubt und auch "gelebt" (kann man da noch von Leben sprechen mit diesem Tee, der nach Pferdestall riecht gleich am frühen morgen?!? ) Mittlerweile bin auch ich schlauer, hat mich nur jede Menge Geld und Nerven gekostet (von der Zeit mal ganz abgesehen) und gebracht hats nix!! Danke für die nette "Aufklärung"
Lieben Gruß
Sylvia
@lilly777: das ist ja echt unverschämt! Grrrrr! Wenn ich sowas schon höre, wenn jemand ernsthafte Geschichten mit einem Lächeln ab tut! Furchtbar! So Leute sollten echt verboten werden!! |
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Blättern: [1]
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