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| wann ißt ihr mehr und wann weniger? |
ein Mitglied |
08.11.2004, 14:46:30 |
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Also bei mir ist das so:
je glücklicher und ausgeglichener, desto weniger esse ich.
Esse wirklich nur dann wenn ich richtigen Hunger habe.
Je stressiger und langweiliger desto mehr Gelüste habe ich, auch wenn ich mehr unvernünftiges esse.
Also ne ganze Packung Schokokekse, eine ganze Packung Mon Cherie, 6 Maxi King nacheinander........war alles möglich bei mir.
Schon verrückt oder 
Warum war das denn nur so 
Also ich hab mir das so vorgestellt:
Mein Körper braucht Nahrungsmittel die ihm Energie, Vitamine, Mineralien, Aminosäuren usw. zuführt.
Liebe Heidi ißt so ziemlich alles was hauptsächlich süss und fett ist.
Der Körper denkt sich:
na toll, jetzt gibt sie mir all das Zeug das sie bräuchte wenn sie Hochleistungssportlerin wäre, was soll ich denn damit  Ach, ich packs mal auf die Hüften bis ich es irgendwann mal brauche. Derweilen sorge ich dafür das sie wieder Hunger hat, vielleicht ist ja diesmal was dabei was ich wirklich brauchen kann.
Natürlich war nix dabei........na ja, ab und zu mal bissi Salat, ein Apfel oder so aber das war was für den hohlen Zahn für meinen Körper 
Aber als ich anfing vernünftig zu essen, mehr Gemüse, mehr Vollkornprodukte, mehr Obst, weniger Süßes und Fettes, da war er nach und nach sehr zufrieden mit mir, war damit beschäftigt sich das Gute da rauszuholen und vergaß immer mehr diesen Botenstoffe zu meinem Hirn zu schicken: ESSEN.
Dazu dann mehr Sport, also mehr Energie verbraucht und BINGO, jetzt musste er doch glatt an die massenweise vorhandenen Reserven 
Vereinfach gesagt:
je mehr "Mist" ihr ißt, desto mehr braucht ihr davon.
Überlegt mal: 6 Maxi King.......Schande über mein Haupt, bei der Kalorienzahl kann ich heute ein 3 Gänge Menü essen und nimm noch ab dabei. Glaubt ihr ned:
nun:
Vorspeise: Carpaccio mit Rucola Hauptgang: gegrilltes Fleisch mit Gemüse Nachtisch: Obstsalat
Es kommt nicht darauf an wieviel ihr ißt sondern WAS ihr ißt!!!
lg Heidi |
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| Re:wann ißt ihr mehr und wann weniger? |
ein Mitglied |
08.11.2004, 16:09:21 |
| Zitat: Derweilen sorge ich dafür das sie wieder Hunger hat, vielleicht ist ja diesmal was dabei was ich wirklich brauchen kann.
Sei mir bitte nicht böse, Heidi, aber ich glaube, Deinem Ursache-Wirkungs-Prinzip möchte ich denn doch mal widersprechen. Es war ja bei mir genauso: Fressattacke, gefolgt von Fressattacke, gefolgt von......Ich glaube, ich war regelrecht fresssüchtig. Und Sucht kommt von suchen. Ich habe was gesucht, aber das Falsche genommen. Das ist erst mal eine reine Kopfangelegenheit. Dann stopft man natürlich lauter unsinniges Zeugs in sich rein, nach dem Motto, ist ja eh egal. Aber mit diesem ganzen Fast-Food- und Zuckerkram bringt man dann sein Bauchspreicheldrüse vollends aus dem Konzept und die Folge sind dann unkontrollierbare Hungergefühle.
Aber am Anfang steht der Kopf. Und da muss man auch den Schalter umlegen.
Ich habs wirklich ausprobiert. Schokoriegel + Vitamintabletten. Funktioniert nicht. Der Körper reagiert nicht darauf, dass er angeblich alles hat.
Deinen weiteren Ausführungen stimme ich natürlich vollends zu: Zitat: Es kommt nicht darauf an wieviel ihr ißt sondern WAS ihr ißt!!!
absolut 
LG, Höpper
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| Re:wann ißt ihr mehr und wann weniger? |
ein Mitglied |
08.11.2004, 16:53:42 |
Hallo Höpper 
natürlich hast du Recht. Rein wissenschaftlich die Bauspeicheldrüse und ERSATZ für etwas EMOTIONALES.
DAS weiß ich heute, wusste ich damals noch nicht.
Mir hat das aber damals geholfen mich eher für was "Vernünftiges" zu entscheiden als für was "zu fett, zu Süßes".
Später habe ich erst erkannt bzw. herausgefunden WAS es wirklich ist.
Ich habe gerade was gelesen: Natural Weight Diät oder so ähnlich.
Aussage, sie können essen was sie wollen und nehmen trotzdem ab.
DAS wirkt natürlich 
Dahinter verbirgt sich aber nichts anderes als:
1) Essen ist Ersatz für etwas Anderes, also Essen ist bei Übergewichtigen mit Emotionen verbunden und DAS sollte es ja nicht sein. Wie Thomas uns schon erklärt hat.
2) Hat man herausgefunden für WAS Essen Ersatz ist, dann Alternativen dafür finden. Andere Tätigkeiten als Essen.
3) Verbiete ich mir etwas erreicht man genau das Gegenteil.
Also getreu dem Motto: vergißt alle Diäten, vergißt fettreduzierte Produkte. Es ist alles eine Kopfgeschichte.
Das ist vom Grundgedanken her sehr vernünftig und auch richtig.
Jetzt frage ich mich aber:
gut, ich kann essen was ich will, wenn in meinem Kopf aufgeräumt ist. Es regelt sich dann alles von alleine. Sozusagen mein Essverhalten.
DAS ist 100%ig so. Was machen aber Leute die weiterhin lieber Schweinebraten & Co. essen 
AHA, natürlich lernt man auch etwas Ernährungslehre. Immerhin 
Alternativen zu Emotionalem Essen.
Was mache ich wenn ich wenn mir langweilig ist?
ach so, ein Hobby finden, spazierengehen, vielleicht mit Sport beginnen.
OK, ich möchte nicht sarkastisch werden. 
JEDEM ist wohl klar:
das leichte Kost gesünder für die Aterien ist, also für meine Gesundheit. Also MIR ist die wichtig, da sie mal ziemlich ruiniert war......muss ich nicht nocheinmal haben 
Was ist denn schlecht daran das mir Tofu schmeckt, zwingt mich doch keiner den zu essen. Wie steht im Prospekt: haben sie die Nase voll von Tofu und Körner, dann sind sie hier richtig.
Muss ich mich am Ende noch dafür rechtfertigen das ich gerne Tofu esse und eine Vollkornsemmel lieber esse als eine Normale  Was nicht bedeutet das ich kein italienisches Cibattabrot esse.......mmhhhhh DAS ist auch SEHR legger 
Es geht doch DARUM: das EINE schließt das ANDERE nicht aus. Immer dieses Schwarz/Weiß-Denken 
Ich ernähre mich vernünftig, gehe trotzdem zu MacDonald ab und zu, esse trotzdem Döner, esse trotzdem Pizza. Was soll das denn.
Die Mischung macht es einfach und vor allem auch die Abwechslung.
Die Psyche........es ist etwas das fast ALLE unterschätzen dabei ist sie der Schlüssel zu so vielem.
Damals wie heute sage ich: sorgt dafür das ihr glücklich werdet. Sagt was ihr denkt, tut was ihr möchtet. SEIT wie ihr wirklich SEIT, unterdrückt eure Bedürfnisse nicht. Respektiert sie und euch selber!!!
Sport: ja so blöd kann doch ein Mensch gar ned sein, dass er nicht instinktiv weiß das etwas mehr Bewegung mir besser bekommt als nix tun. Also ich war megafaul was den Sport anging aber mir war IMMER bewusst das ich mich besser fühlen würde WENN ich was mache. Ich war nur zu faul, hatte .....wie ich glaubte und war eine tolle Ausrede.....keine Zeit dafür UND am Ende dachte ich: na nu bist so fett, da bringt es auch nix mehr. Hatte ja schon Probleme bei EINEM Stockwerk  Mein Fehler, ich wollte von 0 auf 100 dabei hätte am Anfang gereicht einfach mal regelmässig in frischer Luft spazieren zu gehen.
ICH bin der Überzeugung:
bringe ich Psyche, Ernährung und Bewegung wieder ein Einklang........habe ich die allerbesten Chancen abzunehmen, gesund und fit zu sein und mich einfach SAUWOHL zu fühlen in meiner Haut.
Bei mir waren alle 3 Faktoren vollkommen aus dem Gleichgewicht.
Und AIQUM berücksichtig alle 3 Faktoren und darum war ich froh das ich hier landete. Es gibt auch keine Schwarz/Weiß-Denke. Darum fühle ich mich hier einfach wohl und sehr gut aufgehoben.
lg Heidi
@Höpper, quatsch zur Zeit viel aber sobald ich wieder Arbeite ist wieder Ruh von mir 
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| Re:wann ißt ihr mehr und wann weniger? |
ein Mitglied |
09.11.2004, 15:41:55 |
| Zitat: quatsch zur Zeit viel aber sobald ich wieder Arbeite ist wieder Ruh von mir
ach nee, Heidi, das wolln wir doch nicht hoffen was täten wir denn alle ohne Deine lebendigen Beiträge? 
LG, Höpper |
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| Re:wann ißt ihr mehr und wann weniger? |
ein Mitglied |
12.11.2004, 07:35:02 |
Hallo zusammen,
ich habe gerade sehr aufmerksam eure Postings gelesen .
Ich bin leider der Typ Mensch ,
der zu jedem Anlass einen Grund findet zu essen.
Bin ich traurig oder habe Kummer ...........esse ich Schokolade und Co.
Bin ich glücklich und freue mich über etwas ..........esse ich Schokolade und CO.
Kommt der kleine Hunger zwischendurch,greife ich lieber nach einem Schokoriegel als zu Obst und Gemüse.
Schon als Kind wurde ich mit Bonbons oder Schokolade getröstet und belohnt..........leider hat sich diese schlechte Angewohnheit bis ins Alter fortgesetzt und mit den Auswirkungen habe ich nun leider zu kämpfen.
Ich wünschte bei mir hätte sich auch schon im Kopf der Hebel umgelegt und ich würde in diesen brenzligen Situationen zu gesündere Kost greifen . Da es aber einige von euch geschafft haben,denke ich,daß auch ich lernfähig sein kann.
.............ach was ich bin lernfähig.
Diese Frage geht nun direkt an dich Helga,sicherlich hast du nicht alle schlechten Angewohnheiten auf ein über den anderen Tag über Bord werfen können. Wie ging die Verwandlung vor sich?
Süßigkeiten komplett von meinem Speiseplan zu streichen kann und will ich mir gar nicht vorstellen....dagegen kann ich mir einen Vollkornkeks zum Nachmittagskaffee sehr gut vorstellen.
Ich habe nun die letzten Tage damit verbracht mich im Forum ein wenig umzusehen und starte ab heute richtig durch....besser gesagt,ab heute möchte ich Schritt für Schritt meine schlechten Essgewohnheiten ablegen und mich gesund ernähren.
LG Bettina
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| Re:wann ißt ihr mehr und wann weniger? |
ein Mitglied |
12.11.2004, 08:15:04 |
Hallo Bettina,
also ich vermute mal das du mit Helga ......mich die Heidi aus der Zeitung meinst 
Oder haben wir eine Helga dabei
DAS ist schon mal ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung: es geht nicht alles von heute auf morgen. War bei mir nicht anders!!!
Das belohnen mit Süssigkeiten ist eine weit verbreitete UNART. Wir sollten das bei unseren Kindern UNBEDINGT nicht machen.
Ich habe folgendes gemacht liebe Bettina und ich hoffe das möglichst viele im Forum die Beiträge lesen, denn sie helfen wirklich, war bei mir so zumindestens.
1) In der Arbeit habe ich einen Obstteller angeschafft. Also einen Teller auf dem immer eine Banane, ein Apfel usw. liegt. Die Duplos und & Co. verschwanden aus meiner Schreibtischschublade.
2) hinzu kamen Müsliriegel. Die vom Lidl sind lecker. Haben eine hauchdünne Schicht Schoki und Rest Müsli eben. 2 von denen habe ich immer in der Handtasche für den Hunger zwischendurch.
3) Eine zeitlang hatte ich auch immer so Schnellsüppchen in der Schublade. Wenn mir nach was Warmen, deftigerem war.
Die gibt es von, glaub ich, welche von Knorr mit ein paar Vitaminen angereichert.
4) Wieder eine zeitlang hatte ich Schokomüsli im Schrank & Joghurt im Kühlschrank. Dann hab ich mir das ANSTELLE von was fettigem/süßem gemacht.
Hatte so bissi Schoki-Geschmack. Da merkte ich das erste Mal das es mich sehr lange satt machte und nach ein paar Wochen diese Heisshungerattacken verschwanden. Lag am gleichmässigerem Blutzuckerspiegel wie ich heute weiß.
5) dann habe ich noch Vollkornbrot in der Schublade. Wenn ich Hunger bekam hab ich eine Scheibe gegessen.
Warum so verschiedene Dinge, nun weil man nicht immer dasselbe essen mag.
Nach ca. 4 Monaten war die Umgewöhnung vollbracht bzw. wurde es normal für mich.
War manchmal nicht einfach weil meine Kollegin so ein Dickmann-Fan ist 
Sie aß ihren Dickmann, wegen mir leider schon mit etwas schlechtem Gewissen.........und ich aß mein Schokomüsli mit Joghurt. Dann platzte ihr der Kragen und machte sich wieder ihren "Obstteller". Denn eigentlich hab ich das von ihr und finde das es eine Superidee ist.
Übrigens habe ich von 10x angeboten (Dickman) 9x nein gesagt und 1x ja. Früher waren 9x ja und 1x nein. Also das war schon ein Mega-Erfolg für mich.
Langsam aber sicher bewunderte sie mich und meinte: ja zefix, wie kannst du so standhaft bleiben. Keine Ahnung, weil es einfach sein muss. Ausserdem "nasche" ich ja auch was, bloß was anderes. Da fiel es mir dann nimmer so schwer. Freute mich richtig selber das ich es geschafft habe. Mit der Zeit gefiel mir, wie die Kolleginnen meine Konsequenz bewunderten. Ich wurde sogar richtig frech und meinte selbstbewusst: neee, ich verzichte nicht, ich esse bloß lieber was gesünderes. Schmeckt auch sehr legger. 
Es geht einfach nicht drum WENIG zu essen sondern das Vernünftige. Sich auch nichts verbieten. Wenn man schon 9x Nein sagen kann, dann genieße ich das 1x dann auch den Dickmann.
Bekommt der Körper dann vernünftige gesunde Nahrung, verschwinden nach 3-4 Monate auch die Heisshungerattacken weil sich der Blutzuckerspiegel auf einem sehr angenehmen gleichmässigen Stand einpendelt.
Diese extremen Hoch und Tiefs verschwinden und dadurch kann man besser entscheiden WAS man ißt. Dadurch wird aus einem unkontrolliertem Essen ein BEWUSSTES Essen.
lg Heidi
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