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AIQUM » Forum » Plauderecke » Kennt jemand das PCO-Syndrom?
Thema Autor Datum
Kennt jemand das PCO-Syndrom? ein Mitglied 14.04.2004, 19:53:42
Hallo Leute!

ich weiß, es hat hier mit diesem Forum überhaupt nix zu tun, aber dafür gibt es ja eine Plauderecke.

Kennt jemand bzw. leidet irgend jemand, der das hier liest, am "PCO-Syndrom"? Ich hab grad zum ersten Mal davon gehört, nachdem ich eine sehr detaillierte Krankheitsgeschichte inkl. meinem Blutbefund an ein online-Ärzteforum geschickt habe und Antwort von einem Endokrinologen erhalten habe, der stark vermutet, dass ich daran leide, und es könnte die Ursache sein für mein Übergewicht, meinen Haarausfall und meine Akne (die ich glücklicherweise zur Zeit im Griff habe).

Ich suche jemanden, der das kennt oder selbst daran leidet.

LG Uschi
Re:Kennt jemand das PCO-Syndrom? AIQUM 14.04.2004, 20:36:47
War mir auch nicht bekannt, aber scheinen nicht so wenige Frauen darunter zu leiden - hoffe daher, dass sich hier noch jemand findet, der aus seiner Erfahrung sprechen kann.

LG,
Thomas

For more infos:
http://www.pco-syndrom.de


Re:Kennt jemand das PCO-Syndrom? ein Mitglied 14.04.2004, 21:11:04
Ja das fände ich toll. Irgend jemand im Forum hat schon mal von erhöhten Androgen-Werten gesprochen. Vielleicht liegt da ja was in die Richtung vor.

Für mich ist das zum 1. Mal seit vielen Jahren endlich mal ein Ansatz, ein Anhaltspunkt, der - wenn es wirklich zutrifft - so vieles erklären könnte, für was ich keine Erklärung habe und wo ich echt oft am Verzweifeln bin.

Es wäre eine Erklärung, wieso ich Probleme mit den Haaren habe und wieso bei mir alle Mittel, mit denen andere tolle ERfolge erzielen, schlicht versagen. Es wäre eine Erklärung für die Akne. Es wäre eine Erklärung für die Gewichtsprobleme.

Und es wäre viielleicht endlich mal eine Lösung, Hilfe und Unterstützung in Sicht.

Mein Hausarzt meinte zwar, meine Werte sind normal. Aber er hat doch Augen im Kopf. Sieht, dass an mir irgendwie einiges nicht normal ist. Aber da muss man sich offenbar wirklich an einen Spezialisten wenden. Ich bin froh, dass ich dieses Online-Ärzte-Frage-Dings gefunden habe.

Ich halt Euch auf dem Laufenden.

Uschi
Re:Kennt jemand das PCO-Syndrom? ein Mitglied 15.04.2004, 14:12:02
Hallo nochmal!

ich stelle die Frage lieber anders herum, denn von einem PCO-Syndrom hab ich bis gestern auch noch nix gehört, die Symptome hatte ich aber schon lang. Vielleicht hat jemand ähnliche Symptome.

Also, Symptome generell für Hormonprobleme - PCO hin oder her, kann ja auch was anderes sein - sind:

- Haarausfall, und zwar vor allem vom männlichen Typ - das heißt am Oberkopf bzw. oberen Hinterkopf

- Zyklusstörungen (sofern man nicht die Pille nimmt). Man hat unregelmäßige Perioden, und sie kann auch mal eine Zeit lang ganz ausfallen. Ich hatte mal 3 Monate lang keine.

- unreine Haut, Akne.

- vermehrtes Bauchfett. Mehrere Kleidergrößen Unterschied zwischen Bauch / Taille und dem Rest des Körpers.

- Unfruchtbarkeit bzw. Probleme schwanger zu werden. Vermehrte Fehlgeburten.

- Probleme mit dem Temperaturhaushalt des Körpers, z.B. ständig kalte Hände und Füße.

- vermehrte Körperbehaarung.

- Gesichtsbehaarung / Damenbart


Sonst fällt mir im Moment nichts mehr ein. Vielleicht gibt es ja jemanden, der wie ich einige dieser Symptome hat.

LG Uschi

Re:Kennt jemand das PCO-Syndrom? ein Mitglied 22.04.2004, 17:24:38
So, war heute beim Gynäkologen (mit Zusatzfach Endokrinologie), bin ich froh, das überstanden zu haben. Nur Zahnarzt ist schlimmer, aber dicht gefolgt vom Frauenarzt.

Der bei dem ich war, ist aber wirklich sehr nett, und er plaudert sogar mit einem, während er in intimen Gefilden rumfummelt, da kommt man sich nicht ganz so komisch vor.

Aber egal, eigentlich geht es ja um PCO. Nachdem ich zum 1. Mal bei diesem Frauenarzt war, hat er mich gefragt, ob ich aus besonderem Anlaß komme oder nur so zur Kontrolle, also hab ich ihm gesagt dass ich meine Hormone gecheckt haben möchte, woraufhin ich ihm meine Symptome und Beschwerden beschrieb, aber kein Wort von den Online-Doktor oder PCO erwähnte. Er hat mich sehr genau ausgefragt, und für ihn steht fest, dass ich eindeutig einen Überschuss an männlichen Hormonen habe.

Er hat mich weiter verwiesen ans AKH in Wien, Endokrinologische Abteilung, wo man umfassende Untersuchungen durchführen wird. Und was steht auf der Überweisung? Genau: PCO. Also stimmt es wohl.

Ein bißchen geschockt bin ich schon, ich hatte zwar einerseits drauf gehofft, dass irgendwas rauskommt, damit ich endlich eine Erklärung habe. Aber andererseits - wer will schon irgendein "Syndrom" oder sonstwas haben.

Es hat auch Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit, wobei mich der Arzt beruhigte, es bestünde bei mir diesbezüglich wohl keine Gefahr. Aber trotzdem - beunruhigend ist es schon. Ich bin 26.

Naja. Ich wollte Euch nur auf dem Laufenden halten.

LG Uschi
Re:Kennt jemand das PCO-Syndrom? ein Mitglied 04.05.2004, 18:55:27
Hallo Uschi,

als erstes: mach dich nicht verrückt!!
Ich war die mit den erhöhten Androgenwerten. Als ich das erfuhr, habe ich mich erst im Internet schlau gemacht und genauso wie du einige Symptome festgestellt und mir einerseits gedacht "ich hab endlich eine Erklärung" und andererseits "das will ich nicht haben".
Ich habe dann auch einen online-doc um Rat gefragt und ihm meine Ergebnisse geschickt. Er meinte noch mal FA.
Also bin ich da wieder hin und hab meine Frauenärztin darauf angesprochen. Sie hat mich gründlich untersucht und konnte keine Zysten feststellen (die sind entscheidend um PCO zu diagnostizieren) ergo kein PCO. I.d.R. werden Zysten bei regulären Kontrolluntersuchungen entdeckt.
Ich hab jetzt eine spezielle Pille bekommen und merke, dass meine Symptome - abgesehen vom Übergewicht - besser werden.
Ich wünsch dir, dass du alles gut überstehst!!!
Und sollte es tatsächlich PCO sein, kann man mittlerweile viel tun.
Ganz liebe Grüße
Kathrin
Re:Kennt jemand das PCO-Syndrom? ein Mitglied 04.05.2004, 21:46:58
Hallo Kathrin!

Dass ich PCO habe, steht mittlerweile schon fest. Leider bin ich im Spital an einen ziemlich dämlichen Arzt geraten, der mich ziemlich niedergemacht hat mit seinen blöden Kommentaren, ich hätt es wissen müssen, ist immer so mit den Ärzten. Wenn Du wirklich Hilfe brauchst, musst Du Dir selbst helfen.

Der Therapievorschlag lautet: Abnehmen. Na super, das weiß ich eh selber, dass ich abnehmen muss. Frag ich den Arzt also: Gut, und wie?  Und erzähle ihm meine Ernährung und mein Sportprogramm der letzten 3 Jahre, und die Quittung, die ich dafür bekommen habe: Nämlich NULL Abnahme. Die Antwort des Doc's? "Na ein bißchen anstrengen müssen Sie sich schon".  Und was genau soll ich bitte NOCH tun? Ich mach eh schon fast jeden Tag Sport und das seit 3 Jahren, ernähre mich gesund, trinke viel Wasser, esse fast nur noch Vollkorn, Obst und Gemüse und nehme NULL ab und dann muss ich mir von diesem Deppen DAS anhören?  Ein bißchen anstrengen müssen Sie sich schon. HAH! Dass ich nicht lache, der hat doch keine Ahnung.

Das sind diese typischen Ärzte, die einen dicken Menschen sehen und sich denken: Na klar, ist zu fett weil sie so viel frisst und den ganzen Tag faul auf der Couch liegt und dann geht sie zum Arzt um eine Abnehmpille zu kriegen. SO ist das bei mir NICHT!!!

Ich weiß noch nicht was ich mache. Dort krieg ich jedenfalls keine Hilfe. Werde wohl haufenweise Endokrinologen abklappern müssen, bis ich einen finde, der helfen kann. 

Übrigens: Bei PCO treten in ca. 70% aller Fälle Zysten auf. Bei mir auch. Das heisst aber, dass die restlichen 30% der Betroffen auch PCO haben, OHNE Zysten an den Eierstöcken zu haben. Diese Information habe ich nicht nur aus dem Internet, sondern auch von meinem Frauenarzt, der auch Endokrinologe ist.

Welche Pille hast Du gekriegt, Diane mite? Solang ich die nehme, hab ich relativ wenig Probleme mit Haut und Haaren. Auch mein Gewicht war viel stabiler, aber das mag natürlich auch Einbildung sein.

LG Uschi
Re:Kennt jemand das PCO-Syndrom? ein Mitglied 05.05.2004, 11:35:38
Hallo Uschi,
das mit den Zysten weiß ich. Meine FÄ ist allerdings davon überzeugt, dass die da sein müssen. Ich nehme Neoeunomin. Seitdem habe ich weniger Stimmungsschwankungen, keinen Haarausfall mehr, keine kalten Hände und Füße, mein Gewicht ist immerhin konstant.
Wenn ich mich nicht täusche gibt es eine Studie an der man teilnehmen kann. Da wird ein neues Medikament getestet, das in vielen Ländern schon zugelassen ist. Mein Mann hat das gefunden. Ich frag ihn heute Abend und meld mich dann noch mal.
Laß dich von diesen Halbgöttern in weiß nicht fertig machen! Geh deinen Weg.
Kennst du die "Qualimedic-Seite"? Da findest du Hilfe von anderen betroffenen.

Alles Gute
Kathrin
Re:Kennt jemand das PCO-Syndrom? ein Mitglied 05.05.2004, 12:14:33
Hallo Kathrin!

Danke für Deine Anteilnahme. 

Also mit den Zysten, da bin ich mir wirklich nicht so sicher. Ich hab durch ein Gynäkologen-Forum einige Frauen kennengelernt, denen PCO diagnostiziert wurde, obwohl sie keine Zysten haben. Auch mein Frauenarzt und Endokrinologe ist der Ansicht, dass man PCO ohne Zysten haben kann.

Die Zysten sind zwar - in Kombination mit den anderen Symptonen - ein untrügliches Zeichen, aber treten dennoch nicht unbedingt bei jedem Betroffenen auf. Aber auch hier wird es wohl so sein wie überall sonst auch - 5 Ärzte, 5 Meinungen. 

Was ist dieses Neoeu....., das Du nimmst? Ist das ein Hormonpräparat?

LG Uschi

Re:Kennt jemand das PCO-Syndrom? ein Mitglied 10.05.2004, 18:42:38
Hallöchen!

Halte Euch mal wieder auf dem Laufenden. 

Ich hätte ja letzten Freitag eigentlich einen Termin zur Blutabnahme gehabt, im Spital, bin aber nicht hingegangen, weil mir der Arzt sagte, es handle sich nur um eine Blutzuckeruntersuchung. Zucker hab ich aber erst beim Hausarzt messen lassen und war in Ordnung. Also dachte ich mir, ich erspare mir die Untersuchung. 

Habe aber nicht mit der hartnäckigen Schwester aus dem Spital gerechnet. Die hat mich gleich am Freitag angerufen, wo ich den Termin gehabt hätte. Da war ich allerdings nicht zu Hause. Und heute hat sie nochmal angerufen und mich gefragt, ob ich denn die Untersuchung machen möchte, da es doch eine "sehr umfangreiche Untersuchung" sei. Wieso umfangreich- Zucker messen ist ja nicht so eine große Sache?  Nein nein, nicht nur Zucker, es sei eine umfangreiche hormonelle Untersuchung, so mit allem drum und dran, dauert 2 Stunden, mir würde sehr viel Blut abgezapft, 242-Harn muss ich mitbringen  und dann krieg ich 3 Tage lang irgendwelche Pulver und muss danach nochmal zur Blutabnahme.

Nun das klingt nicht schnell, und ist doch eine viel umfangreichere Untersuchung, als mir der Arzt sagte. Wieso hat er das nicht gleich gesagt, dann wär ich gleich letzten Freitag hingegangen. Nun, so mache ich es halt am kommenden Freitag. Mal sehen.

So weit die News von mir. 

LG Uschi
Re:Kennt jemand das PCO-Syndrom? ein Mitglied 10.05.2004, 18:45:51
Man sollte vielleicht doch nochmal alles durchlesen, bevor man es abschickt 

abnehmen auf AIQUM
242-Harn muss ich mitbringen 
Nun das klingt nicht schnell,


Das sollte 24h-Harn (24 Stunden) heißen und
"nun das klingt nicht SCHLECHT"

Sorry. 
Re:Kennt jemand das PCO-Syndrom? ein Mitglied 18.06.2004, 09:01:02
Hallo Uschi,
erst mal Entschuldigung!!! Ich war so im Stress, dass ich dich vergessen habe. War auch seit einem Monat (schäm) nicht mehr hier. Das Medikament heißt "Metformin". Da bist du aber wahrscheinlich selbst schon drauf gestoßen.
Wie geht´s dir jetzt?
Ich hab mich durchgerungen und bin zu einem Endokrinologen gegangen, nachdem ich 5 Wochen!! am Stück geblutet habe. Und siehe da: Meine Eierstöcke sind übervoll mit Zysten und vergrößert. Er hat mir ein klassisches PCO diagnostiziert. Jetzt muss ich auch all diese Untersuchungen über mich ergehen lassen und dann mal sehen...
Liebe Grüße
Kathrin
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