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| Hefeunverträglichkeit |
ein Mitglied |
28.03.2009, 12:11:20 |
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Hallo!
Gibtes außer meiner Person hier zufällig noch jemanden, der eine Hefeunverträglichkeit oder Hefeallergie hat? Wäre interessant sich mit Betroffenen auszutauschen...
Falls es jemanden interessiert, wo überall Hefe enthalten ist: Brot (auch Sauerteig) Germgebäck Pizza Mohn, Nusstrudel etc. vergorene Lebensmittel: z.B. gereifter Käse, Sauerkraut, Sojasauce, Miso, Essig Hefextrakt Bier, Wein, Schaumwein, Apfelmost, Kombucha,..... in ganz, ganz vielen (fast allen) Fertigprodukten, Aufstrichen,.... 
Wenn man da mal die Packungsangaben genauer betrachtet wird man feststellen, dass fast überall Hefe enthalten ist.. 
Da ich "Gott sei Dank" nur eine Unverträglichkeit und keine Allergie habe ist es nicht allzu schlimm, wenn ich ab und zu Hefe zu mir nehme - aber grundsätzlich echt mühsam!!!
Aber: Ich habe gestern ein Brot gefunden, von welchem ich annehme, dass keine Hefe enthalten ist: naturgekeimtes Weizenbrot von TerraSana. Keine Ahnung ob gekeimter Weizen auch etwas mit einem Hefepilz zu tun hat?? Ich hoffe jedoch nicht. Kennt sich da jemand aus???
Habe einmal ein Brot mit Backpulver gebacken - schmeckte eher wie ein Kuchen 
Also: Gibt es Leidensgenossen bzw. Hefespezialisten ?
Würde mich sehr über Feedback, etc. freuen!!! 
glg aehwa
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| Re:Hefeunverträglichkeit |
ein Mitglied |
28.03.2009, 12:44:51 |
Hallo aehwa,
Hefe Typ I-Nahrungsmittelallergen Der Körper reagiert verstärkt auf ein Protein in der Hefe mit überschießender Histaminbildung. Die Reaktionen zeigen sich im Darmtrakt mit Bauchschmerzen, Durchfällen und allgemeines Unwohlsein. Außerdem können Ausschlag auf der Haut, Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen, laufende Nase, tränende Augen, Atemnot und Husten auftreten.
Vorkommen In Backwaren, Wein- und Brauereiwaren können Allergene von Saccharomyces cerevisiae (Back- oder Bierhefe) nachgewiesen werden. Vielfältige Verwendung der unterschiedlichen Varietäten und Stämme in der Lebensmittelindustrie. Großtechnisch wird Saccharomyces auf melassehaltigen Nährböden hergestellt. Verwendung als Treibmittel bei der Herstellung von Teigwaren und Brot (Hefeteig, Sauerteig); außerdem wird die Gärung bei der Herstellung von alkoholischen Getränken (Biere, Weine, Spirituosen) und Essig genutzt.
Allergologische Relevanz Sensibilisierungen auf S. cerevisiae sind bekannt, aber selten. Die einzelnen Arten besitzen wahrscheinlich unterschiedliche Allergenität. So fanden sich bei einer Untersuchung positive Reaktionen im Hauttest nur auf jungen Weißwein. Bei nachgewiesener Hefe-Allergie muss daher nicht grundsätzlich zur Meidung sämtlicher mit S. cerevisiae hergestellten Produkte geraten werden. Der Sauerteig bei der eigenen Brotherstellung ist längst nicht so allergen, wie ursprünglich geglaubt. Daher erstmal ausprobieren und probieren. Ich habe ein Brotrezept gefunden, das kannst du mal ausprobieren: Kerniges Quarkbrot
250 g Mehl (Roggenmehl) 250 g Mehl (Weizenmehl) 2 Pck. Backpulver 3 Ei(er) 500 g Quark (Magerquark) 1 TL Salz, (leicht gehäuft) 100 g Sonnenblumenkerne Mehl Zubereitung Gesamtes Mehl und Backpulver mischen. Mit Eiern, Quark und Salz erst mit den Knethaken des Handrührgerätes, dann mit bemehlten Händen zum glatten Teig verkneten. Sonnenblumenkerne gut darunter kneten. Kastenform (30 cm) fetten und den Teig hineingeben. Oberfläche mehrmals der Länge nach einschneiden. Das Brot im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/Umluft: 175 °C) ca. 1 ¼ Std. backen. Brot in der Form auskühlen lassen. Tipp: Die Sonnenblumenkerne können auch durch Haselnüsse, Schinken-/ Zwiebelwürfel oder sonstiges ersetzt werden. Man kann sie aber auch ersatzlos weglassen. Zubereitungszeit: ca. 15 Min. Schwierigkeitsgrad: simpel Brennwert p. P.: 160 kcal
In Reformhäusern kann man dir auch weiterhelfen, außerdem gibt es mittlerweile schon Bücher zu dem Thema. LG Silke
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| Re:Hefeunverträglichkeit |
ein Mitglied |
28.03.2009, 12:55:49 |
Hallo Silke!
Das ist ja voll lieb von Dir!!!!  DANKE!! Werde das Brot ein mal versuchen. Hoffe es schmeckt nicht auch wie Kuchen. 
Übrigens, weißt Du, ob bei der Keimung - oder wie man das nennt- von Getreide, Hefepilze entstehen?
In den Reformhäusern, in denen ich mich bis dato erkundigt haben, sind die meisten Mitarbeiter der Meinung, dass Sauerteig nix mit Hefe zu tun hat. Dann hatte ich ein Erfolgserlebnis: Brot mit Backferment - ist aber leider auch der Hefepilz drinnen  Sollte diese gekeimte Weizenbrot total Hefefrei sein, bin ich eh schon überglücklich 
Nochmals DANKE und glg aehwa
P.S. Leider steht halt nicht überall Hefe drauf, obwohl sich Hefepilze darin befinden. Essig, Schimmelkäse, ....... |
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| Re:Hefeunverträglichkeit |
ein Mitglied |
01.04.2009, 13:40:35 |
Liebe aehewa, beim Keimen von Getreide kommen keine Hefepilze vor. Es kann schon vorkommen, das die Erde schimmelig wird, das ist aber kein Hefepilz. Aber dann solltest du trotzdem die schimmelige Erde vernichten. Den Sauerteig solltest du einfach ausprobieren. Bei dieser Unverträglichkeit muß jeder selbst ausprobieren, was verträglich ist. LG Silke |
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