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AIQUM » Forum » Abnehmen, Diät, Ernährung - Experten fragen » Wird Sparprogramm zur Norm?
Thema Autor Datum
Wird Sparprogramm zur Norm? ein Mitglied 14.08.2008, 07:54:58
Hallo, liebe Experten,

ich hab da mal eine vielleicht etwas dümmliche Frage, die mir auf der Seele liegt: ich bin seit nunmehr ungefähr 7 Wochen dabei, durch Ernährungsumstellung und Änderungen im "Lifestyle" mein Gewicht in den Normbereich zu schrauben. Mit AIQUM arbeite ich seit ca. 14 Tagen (noch nicht ganz, es sind 11 Tage). Angefangen habe ich mit ca. 109 kg, kann sogar leicht drüber gewesen sein, aber da versagt dann mein Augenlicht  . Ich mache den "Fehler", jeden Tag auf die Waage zu steigen. Das ist pathologisch, weiss ich, machen ja viele hier. Seit einigen Wochen (ungefähr 4) bewegt sich mein Gewicht um die 104 - 105 kg, mal ein paar hundert Gramm mehr, mal weniger. Ich schwimme seit Anfang AIQUM täglich zwischen 1 und 2 km, fahre zum Schwimmbad mit dem Fahrrad (ca. 40 Min. in flottem Tempo) und meine Kalorienzufuhr bewegt sich pro Tag zwischen 1200 und 1900 kcal, meist ist das weniger als bei den Ernährungsplänen vorgeschlagen ist aber ich denke mir, das ist besser als zuviel. Ich habe gelesen, dass zu niedere Kalorienzufuhr dazu führt, dass der Körper auf Sparprogramm schaltet und man dadurch das Gewicht hält, weil einfach weniger verbrannt wird. Das leuchtet mir auch ein, ich frage mich nur - wenn ich zusätzlich meinen Lebensstil ändere und mit erheblich mehr Bewegung versehe, kann der Körper dann trotzdem das Sparprogramm durchziehen? Ich fühle mich körperlich sehr wohl, habe keinen Muskelkater, auch nach einer Stunde Schwimmen bin ich nur etwas schlapp nachher und ich spüre es in den Beinen, Hunger oder Appetit habe ich auch nicht, ich habe das Gefühl, ich esse nur aus Langeweile, wenn ich mehr esse.

In der Prognose steht, wenn man täglich 1200 kcal zu sich nimmt und Sport treibt, hat man zu einem gewissen Zeitpunkt sein Zielgewicht erreicht - bei mir wäre das im Moment Anfang Februar '09. Wenn ich aber täglich 1200 kcal zu mir nehme, schaltet ja laut anderer Aussagen der Körper ins Sparprogramm und das Gewicht stagniert. Also kann ich ja nicht bis Anfang Februar '09 mein Zielgewicht haben auf die Art, oder?

Meine Frage: gibt der Körper dann irgendwann das Sparprogramm wieder auf bzw. merkt, dass es ausreichend ist, was er bekommt und der Grundumsatz steigt wieder oder wie komme ich über diese Plateauphase weg? Ich tu mich schwer damit, die Kalorienangaben einzuhalten, alles was über 1500 kcal pro Tag liegt, macht mir psychisch Mühe und ich komm ins Rotieren innerlich.

Wenn eine Plateauphase bei 90 kg eintreten würde bei mir, könnte ich ja damit leben - aber bei 104 kg bin ich damit definitiv nicht einverstanden. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das alles Muskelaufbau sein soll, sonst würde ich ja in einem halben Jahr aussehen wie eine russische Kugelstosserin und immer noch 104 kg wiegen.

Tut mir leid, ich stelle vermutlich die gleiche Frage, die hier schon 1800 mal beantwortet worden ist, nur mit leicht veränderter Satzstellung  aber ich wäre trotzdem sehr froh um eine für mich verständliche und nachvollziehbare Antwort (ich werde dann rückmelden, ob ich es kapiert habe  ). Mein Seelchen kann sich mit der Aussage meines Kopfes "jetzt zieh das einfach mal einen Monat so durch und dann sehen wir weiter) nicht zufriedengeben.

Einen herzlichen und trotzdem flehenden Gruss von

Zwölfe
Re:Wird Sparprogramm zur Norm? ein Mitglied 14.08.2008, 10:09:58
Hi Zwölfe,

ich hatte mal ne Phase, da habe ich mich eingepegelt auf 50 % bei der Kalorienaufnahme und da hatte sich mein Körper drauf eingestellt,maximaler Erfolg in 8 Wochen 200 -400 g,habe mich dann an die Vorgaben gehalten was Aiqum vorgibt und siehe da nach 2 Wochen wieder 1,5 Kg weniger,seit dem halte ich mich wieder an die Eingaben,ok nicht jeden Tag aber fast jeden! Und es läuft wieder spitze mit dem Abnehmen!

LG Frank
Re:Wird Sparprogramm zur Norm? AIQUM 14.08.2008, 11:40:01
Hallo Zwölfe,

oft ist es der berühmte Knoten, der platzen muß...Man muß es sich so vorstellen: der Körper wurde von Euch in der Vergangenheit darauf programmiert, schön Energiestoffe (Fette) zu bunkern - dies ist etwas, was ihn sehr freut, denn er sichert damit sein Überleben in Notzeiten! Das Programm hat er also gefressen und war sehr glücklich damit - nun kommst Du und machst ihm einen Strich durch die Rechnung, in dem Du ihm weniger Kalorien denn je lieferst dann auch noch gleichzeitig körperlich intensiv beanspruchst....Also versucht der Körper so intensiv und so lange wie möglich Dich daran zu hindern, Körperfett zu verbrennen - während er das versucht, muß er feststellen dass Du trotzdem nicht von Deiner Linie weichst! Ist wie ein Kampf zwischen dem Herrchen und dem Welpen, eines Tages macht er "sitz", weil er sieht, dass er keine andere Wahl hat! 

Ich denke Du machst alles richtig, eine wichtige Frage wäre noch: was machen die cm? Wie sitzen die Hosen?

LG,
Thomas
Re:Wird Sparprogramm zur Norm? ein Mitglied 15.08.2008, 00:09:08
hallo thomas (oder wer anderes??)
ich stelle im prinzip dieselbe frage. nur dass ich ausserdem schon dazu sagen kann, dass sich die cm an bauch und hüfte nicht verändern. kgs und cm stagnieren seit gut 2 wochen. esse so, wie sonst als ich abgenommen habe, eher etwas kalorienärmer (auch tatsächlich abgenommen habe), allerdings rechne ich keine kalos aus. hab das schon x-mal versucht, und nun aufgegeben aus verschiedenen gründen. sport: 3x/woche spinning + anschliessendes krafttraining.
dass das gewicht zeitweise stagniert, kennt man ja... dass es das aber ausgerechnet tut, wenn man mit intensiv sport anfängt..... okay, vielleicht baut der körper enorme muskelmengen auf- haha  . aber dann müssten doch zumindest die cm etwas weniger werden, oder?
in den letzten 2 tagen ist das gewicht sogar etwas gestiegen.
kannst du mir da bitte eine -hoffentlich ermutigende- antwort drauf geben?

und kannst du bitte auch meine frage, die ich unter FITNESS: "wie oft sport und wann sportbelastung erhöhen", seite 1, ganz unten, in bezug aufs nachschwitzen gestellt hab, beantworten?

vielen lieben dank, surya
Re:Wird Sparprogramm zur Norm? AIQUM 15.08.2008, 00:19:25
Kalorien stellen die einzige verlässliche Maßeinheit für die Energiebilanz dar, von der Energiebilanz hängt es aber ab, ob wir abnehmen, zunehmen oder unser Gewicht halten!

Die Kalorien nicht zu beachten ist, als wenn Du die Maßeinheit "Euro" nicht beachtest, unbedingt aber sparsam leben möchtest!

Man könnte auch die Maßeinheit Liter nicht beachten und versuchen sonst irgendwie den Tankinhalt abzuschätzen, um nicht mit seinem Auto stehen zu bleiben!

Ich würde Dich daher gern bitten, dass Du mal 1 Woche lang exakt das protokollierst, was Du an Nahrung und Getränken zu Dir nimmst, dann schauen wir uns das gemeinsam an, ok?

Nachti,
Thomas

PS: die Frage zum "Nachschwitzen" hab ich nun gefunden und ebenfalls beantwortet! 
Re:Wird Sparprogramm zur Norm? ein Mitglied 15.08.2008, 00:34:46
ich geh auch gleich in die kiste...
kalorien 1 woche lang. das is prinzipiell o.k. nur: bei der arbeit kocht unsere köchin für uns. aber keine 1000 verschiedenen mahlzeiten wie in anderen kantinen. also keine auswahl. und mein problem bzgl. der kalos bzgl. diesem arbeitsessen: hab natürlich schon oft gelesen, das lernt man mit der zeit einzuschätzen, von den mengen mit den dazugehörigen kalos her. aber: sie kocht extrem fettig (afrikanisch fettig) und haut überall zucker dran. das kann ich bei aller liebe kalo-technisch nicht abschätzen, denn das fett macht ja schließlich den großteil der kalos. und was weiß ich, wieviel sahne sie mal wieder in die soße reingehauen hat, oder ob der quark ein sahnequark oder normaler quark mit etwas sahne oder wat weiß ich ist... (in der momentanen woche hatte sie aber urlaub und davor hatte ich 3 wochen urlaub. also kann meine momentane stagnation nix mit ihrem essen zu tun haben.) aber kommende woche kocht sie wieder... wie soll ich da die kalos schätzen...
auch nachti, surya
Re:Wird Sparprogramm zur Norm? AIQUM 15.08.2008, 00:38:07
da bin ich ehrlich gesagt überfragt - jemand anderes eine Idee? 
Re:Wird Sparprogramm zur Norm? ein Mitglied 15.08.2008, 09:44:18
Hi Surya

Hast du keine Möglichkeit dein Essen mitzunehmen und in der Firma zu essen? Bei schönem Wetter evt. auch im Park ??

Ich koche mein Essen immer einen Tag im Voraus, also nicht immer kochen, heute hab ich einen Avocadosalat dabei, eine Karotte und ein Joghurt. Zudem hab ich Kornriegel im Geschäft gebunkert, das erleichtert das Schleppen. Falls ich mal keine Zeit oder Lust habe im Voraus zu kochen, geh ich auch in die Kantine. Wir haben da schon mehr Glück, die Auswahl zwischen drei Gerichten plus Salatbar. Aber wenn man von den 5 Tagen arbeiten schon nur 3 mal selber was mitnimmt könnte man es auch besser kontrollieren..

Liebs Grüessli, Kerstin
Re:Wird Sparprogramm zur Norm? ein Mitglied 15.08.2008, 10:02:55
Ganz ehrlich. Das Kantinenessen würde ich mir kneifen. Hilft ja nichts.

Ich selber möchte ja nicht nur abnehmen, sondern nachhaltig die gesunde Ernährung in den Griff kriegen. Das werde ich mit dem normalen Kantinenessen aber nie hinkriegen. Es mag die ein oder andere Ausnahme geben, aber im grossen und ganzen ist das nicht wirklich gesund, was die Kantinen anbieten (können). Also kümmere ich mich selber um mein Mittag. Das läßt sich doch relativ leicht bewerkstelligen. Leckere Sachen zu Hause zubereiten und mitnehmen. Den ein oder anderen Kollegen findet man doch immer, der die Kantine auch meidet. Meinste nicht, daß das vielleicht ginge?

LG, Jana
Re:Wird Sparprogramm zur Norm? ein Mitglied 15.08.2008, 21:25:06
hallo thomas, kerstin und jana,
vielen lieben dank für euer mitdenken und eure antworten und tips.
da ich heute plötzlich um einiges weniger gewogen hab und damit hoffe (toi toi toi), dass die stagnation ein zumindest vorläufiges ende gefunden hat, mach ich erst einmal alles so wie gehabt. aber ich werde eure tips im hinterkopf behalten. wenn sich doch herausstellen sollte, dass die stagnation viele wochen weitergeht, werde ich konkreter darüber nachdenken müssen.
das ganze vorkochen würde für mich einen enormen aufwand bedeuten. sorry... ich frage mich immer, wie andere leute, z.b. auch ihr... das so schaffen. habe so schon (durch aiqum/das duell und mein 3x/woche mehrere stunden sporttraining kaum noch zeit, was mich ziemlich nervt. und ich fürchte, wenn ich noch mehr aufwand betreibe, dass ich das dann nicht lang durchhalte und dann alles ins negative zurückfällt. und das will ich am allermeisten vermeiden. auch würde ein permanentes mein eigenes kaloarmes essen & auf das "normale" essen verzichten so ne art askese für mich bedeuten. also, dass ich dann das gefühl hab, dauernd auf irgendwas verzichten zu müssen. und aus erfahrung weiß ich, dass ich dann irgendwann ins genaue gegenteil zurückfalle. hab halt auch ne lange suchtgeschichte in der beziehung, und muss in der richtung echt aufpassen. trotz allem werd ich wie gesagt eure überlegungen im kopf behalten und wenns gar nicht anders geht, auch konkret drüber nachdenken.
@thomas: auch in bezug auf deinen vorschlag, nur mal 1 woche kalomässig auszurechnen...- werd ich im kopf behalten.
liebe grüße, surya
Re:Wird Sparprogramm zur Norm? ein Mitglied 15.08.2008, 23:22:35
Merci Thomas, das war genau der Punkt an dem ich überlegt habe - wenn ich bei der Kalorienzahl bleibe und der Bewegung, dann wird ja mein Stoffwechsel auch irgendwann einsehen, dass ich es ernst meine.

Vermutlich wird mir das nicht auf Anhieb gelingen, im Moment hab ich nur Kopfweh und ich bin schrecklich müde, habe schon gestern den ganze Nachmittag flachgelegen, ich glaube ich trinke zu wenig.

Lieben Gruss,

Zwölfe


Re:Wird Sparprogramm zur Norm? AIQUM 15.08.2008, 23:28:11
Ja, Du solltest genügend Flüssigkeit zu Dir nehmen, während des Abnehmens wird das Blut dicker und wenn man es nicht hinreichend mit Flüssigkeit verdünnt, führt es u.a. zu Kopfschmerzen!

LG,
Thomas 
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