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Ernährung, Sport, Physiotherapie: Ein weites Feld

Manche denken dann vielleicht noch an die Krankengymnastik. Dabei hat die Physiotherapie viel mehr zu bieten.
Die Physiotherapie regt die Selbstheilung des Körpers an

Aquagymnastik - Schwerelos in Form kommen
Wussten Sie eigentlich, dass man seinen Körper mit "Nudeln" auf Vordermann bringen kann? Gemeint sind keine Teigwaren, sondern Sportgeräte, mit denen man im Wasser einfache, aber sehr effektvolle Übungen machen kann.

Bewegung - Für's Leben lernen
Einst war körperliche Aktivität für den Menschen überlebenswichtig. Heute nehmen uns Maschinen vieles ab. Die Folge: Bewegungsmangel. Dabei kann Bewegung so universell eingesetzt werden. Als Behandlung genauso wie zur individuellen Vorbeugung, als Krankengymnastik wie als Gesundheitssport.

Fango - heilender Schlamm
Fango wird kalt, körperwarm oder heiß zu Packungen und Bäder verwendet. Am bekanntesten sind wohl der Eifelfango und der Abanofango.

Die Frage der Frequenz
Mit Reizströmen lässt sich eine sichtbare Reizwirkung auf die Muskeln ausüben. Galvanische Teil- oder Vollbäder senken die Muskelspannung, erhöhen die Reizschwelle der Nerven und verbessern die Durchblutung.


Kryotherapie - Hilfe, die aus der Kälte kommt
Kälte hat nicht nur unangenehme Seiten. Richtig angewendet, kann sie sogar hartnäckige Beschwerden lindern. Ob Kopfschmerzen, Sportverletzungen oder Rheuma - Kälte hat viele Einsatzmöglichkeiten.
30 Woche:

Moderne Ernährungstrends
Wie lässt sich der immer rasantere Anstieg von Allergien, Migräne, Asthma und Pilzerkrankungen in den Industrienationen erklären - und welche Rolle spielen Lebensmitteltechnologie und Fooddesign dabei? Heinz Knieriemen berichtet über moderne Ernährungstrends.

Das Schlaraffenland - wer hat es sich nicht schon einmal in schillernden Farben ausgemalt. Aus meiner Kindheit taucht ein Bild aus "Gullivers Reisen" auf von einem Land, in dem Milch und Honig fließen und gebratene Hähnchen durch die Lüfte fliegen. Gulliver hat ausgedient - das Schlaraffenland ist zum Alltag, für viele aber auch zum Alptraum geworden. Ursprünglich sind wir Feinschmecker mit höchst sensiblen Sinnen gewesen. Als Säugling kosteten wir fast alle vom Feinsten, was das Leben zu bieten hat, von der Muttermilch, die in idealer Weise alle nötigen Zusatzstoffe enthält. Mit dem versiegenden Strom aus Mutters Brust beginnt die Suche nach dem süßen Trost für das verlorene Paradies, die häufig in einer Sackgasse endet.

Die Suche nach dem süßen Trost führt uns direkt in den Ernährungsalltag. Beim alltäglichen Einkauf mit Kindern taucht sie wieder auf - die Erinnerung an den versiegenden Strom aus Mutters Brust. Direkt neben der Kasse des Supermarkts lockt die süße Versuchung in Form von Nuckelflaschen, gefüllt mit allem, was ein Kinderherz erfreut: Zucker als pulverisierte Glucose, leuchtende Farben, künstliche Aromen und Zitronensäure. Der "Qui-Gon Jinn" droht - batteriebetrieben - den Kindern gar mit dem Stock, wenn sie nicht brav schlecken. Vertrieben (distributed) werden die unwiderstehlichen Schleckereien von Irland aus, subventioniert von der EU aus einem Fonds für wirtschaftlich benachteiligte Regionen, hergestellt (manufactured) sind sie in Thailand. Da das südostasiatische Land selbst keine Glucose durch Stärkespaltung von Mais in großem Stil herstellt, wird diese vermutlich gar aus den USA importiert. Der ganze Irrsinn der Globalisierung mit einem perfektionierten Transport- und Logistikunwesen offenbart sich hier.

Die Verführungskünste für Ungesundes werden von Werbestrategen entwickelt, denen jedes Mittel recht ist. Virtuos wird auf einer Tastatur kindlicher Phantasie, Symbolik und Vorstellungskraft gespielt, wobei den elektronischen Medien eine äußerst fragwürdige Rolle zukommt. Die dauernde Sinnestäuschung, die Geschmacksmanipulation für Ungesundes, Süßes und künstlich Gesüßtes - die Schlaraffisierung des Alltags von Kindheit an -, wird zu einem immer größeren Problem vor allem für Familien mit Kindern. Ralph Nader, Verteidiger der Konsumentenrechte in den USA und Gründer des berühmten Center for Study of Responsive Law, hat sich dazu unmissverständlich geäußert: "Die Lebensmittel- und Süßwarenindustrie greift immer mehr auf Anthropologen, Psychoanalytiker und Neuropsychologen zurück, also auf Leute mit einem außerordentlichen Spezialwissen, die wahrhaft meisterlich auf der Klaviatur der Wünsche von Kindern spielen, große Schäden anrichten und das Suchtpotenzial erhöhen."

Geschmack, Geruch, Konsistenz, Mundgefühl - alles ist heute über die Technisierung und Manipulierung der Wahrnehmungen machbar. Ein möglichst naturnaher Umgang mit der Nahrung und Ernährung bedeutet nicht Verzicht und Einschränkung - im Gegenteil. Die lustvolle Verweigerung dessen, was durch Verführungsstrategien an uns und unsere Kinder herangetragen wird, ist immer ein Stück Wiederaneignung von Sinnesfreuden und unverfälschter Wahrnehmung, die dem Urprinzip Lust wieder neuen Lebensraum verschaffen. Die Lust ist tief verankert im limbischen System. Sie beeinflusst unser Verhalten, unser Denken und Fühlen, sie ist Teil eines Überlebensprogramms des Körpers, mit dem er die Gesundheit sichert. Lustempfindungen, jeder sinnliche Genuss gibt dem Organismus die Rückmeldung von Lebendigkeit und stärkt so die Abwehrkräfte. Die Lebenslust und genussvolles Essen halten uns also Krankheiten vom Leibe. Und sie drohen uns in einer Kultur der hektischen Betriebsamkeit, die das Verlangen nach Verfügbarkeit von allem, zu jeder Zeit, mit geringster Anstrengung propagiert, als wichtige Antriebsfeder vieler Lebensbereiche und Verhaltensweisen gänzlich verloren zu gehen oder werden als Mittel der Manipulation und Werbeverführung für Ungesundes und Unnötiges pervertiert.

Wehren wir uns entschieden gegen Tendenzen, für die Zubereitung unserer Nahrung und für das Essen noch weniger Zeit aufzuwenden. "Quick" und "Light", "Convenience" und "Functional", "Fast" und "Junk" führen uns nur weiter in die Sackgasse, aus der es schnell einmal kein Entrinnen mehr gibt. Schaffen wir in unserer Küche Raum für die Heiterkeit und Leichtigkeit der Mittelmeerküche. Lassen wir unsere Sinne durch Kräuter, Früchte, Gewürze anregen. Lernen wir wieder den Charme der regionalen Küche kennen. Die Wochenmärkte laden zu einem Slow-Food-Bummel ein. Tragen wir den Bazillus des sinnlichen Vergnügens weiter und verweigern wir dort die Gefolgschaft, wo das Urprinzip Lust in Gefahr ist!
 

 

 

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22.07.2018, 10:36:38